Volker H. Schendel – Vitamin D Research - Freier Wissenschaftsjournalist - http://www.urlaub.astrologiedhs.de/3.html

Der Begründer der Vitamin D3 Forschung – Dr. Michael Holick – So fing alles an – bis heute: University Lecture: The D-Lightful Vitamin D for Health by Michael F. Holick   -  http://www.youtube.com/watch?v=EP81YMvs4yI

Vitam D 3 – eine besondere Kriminalgeschichte:  -  http://d.mp3vhs.de/vonabisw/DOM/D3/D16.docx  -  Ein Meinungsbeitrag von Uwe Gröber, Michael F. Holick, Klaus Kisters und Florian Barvencik  zu aktuellen Studien und einem Vitamin-D-Mangel (25-OH-D im Serum < 20 ng/ml):  -   http://d.mp3vhs.de/vonabisw/DOM/D3/D14.pdf  -  http://d.mp3vhs.de/vonabisw/DOM/D3/D15.pdf  -  Fragwürdige Studien: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/wissenschaftliche-studien-medizin-ia.html  -    =   http://d.mp3vhs.de/vonabisw/DOM/D3/D18.docx  -    -  http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamine-oeko-test-ia.html  -    -  http://d.mp3vhs.de/vonabisw/DOM/D3/D19.docx  -  Institut für Medizinische Information und Prävention (MIP)  -  Prof. Dr. Jörg Spitz  -  http://s383465229.online.de/?page_id=35 - -          http://s383465229.online.de/?page_id=33  -  Teil 1 - Risiken und Chancen unseres Lebensstils - Prof. Dr. med. Jörg Spitz  -  http://www.youtube.com/watch?v=1esXNbMKhkQ  -  Teil 2 - Risiken und Chancen unseres Lebensstils - Prof. Dr. med. Jörg Spitz  -  http://www.youtube.com/watch?v=0BVsuvuLMPs  -  Teil 3 - Risiken und Chancen unseres Lebensstils - Prof. Dr. med. Jörg Spitz  -  http://www.youtube.com/watch?v=xSFDtXsQxOE  -  Teil 4 - Risiken und Chancen unseres Lebensstils - Prof. Dr. med. Jörg Spitz  - http://www.youtube.com/watch?v=gJ9LPNyFsyY  -  Prof. Dr. med. Jörg Spitz 2011 –  -  http://www.youtube.com/watch?v=bi1dlm1sFe8  -  Sonnenlicht und Vitamin D - Der Natur eine Chance geben - Interview mit Prof. Dr. Jörg Spitz  -  http://www.youtube.com/watch?v=ZDcVEbGTZn8  -  GrassrootsHealth  -  The Vitamin D Council  -  http://www.vitamindcouncil.org/  -  GrassrootsHealth is a public health research organization working to end world-wide vitamin D deficiency through testing, education and action. 41 international vitamin D researchers agree immediate public health action is necessary - through testing and achieving serum levels of 40-60ng/ml.  -  http://www.grassrootshealth.net/index.php/videos


http://www.urlaub.astrologiedhs.de/15.html

Die Dauerbrause

modernste Hydrotherapie                                                                                                               nach Dr. med. Friedrich Dorschner, Dallau - jetzt Dr. Leser

http://casamedica-naturheilsanatorium.de/cms/front_content.php?idart=9

Therapeutisch ergänzt durch die Naturheilpraxis im Gebäude des Casa Medica, Naturheilsanatorium Dr. med. Leser.

http://www.naturheilpraxis-kuessner.de/praxis/praxis.html



Pflichtlektüre:Max Otto Bruker:Unsere Nahrung, unser Schicksal

http://www.amazon.de/Unsere-Nahrung-unser-Schicksal-Bruker/dp/3891890036/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1378643574&sr=8-1&keywords=bruker+schicksal+nahrung


http://www.naturheilverfahren.vonabisw.de/

Dokumentation der besonderen Therapierichtungen und natürlichen Heilweisen in Europa

http://www.naturheilverfahren.vonabisw.de  -  Lieferbar beim ZVAB:  -  http://www.zvab.com/basicSearch.do?anyWords=Dokumentation+der+besonderen+Therapierichtungen+und+nat%FCrlichen+Heilweisen+in+Europa&author=&title=&check_sn=on  - 

INHALTSVERZEICHNIS: Vorwort des Herausgebers (S. 1) von Prof. Dr. Heinz Sahner, Lüneburg; Vorwort des Auftraggebers (S. 3) von Regierungsdirektor Volker H. Schendel, Hannover; Vorwort des Auftragnehmers (S. 5) von Dr. med. Klaus-Peter Schlebusch, Essen. Teil 1: Allgemeines - 1. Die Bedeutung des Menschenbildes für die Medizin: Eine medizinhistorische Betrachtung (S. 9) von Dr. med. Karl Buchleitner, Pforzheim: 2. Zur wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Lage der Naturheilmittel in der Bundesrepublik Deutschland und in der Europäischen Gemeinschaft (S. 23) von Rainer Burckhardt, Herdecke; 3. Ausbildung in Naturheilverfahren im Modellversuch: Zwischenbericht zum Projektversuch 'Münchener Modell' an der Ludwig-Maximilians Universität München (S. 67) von Dr. med. Dieter Melchart, München; 4. Der Standort der besonderen Therapierichtungen im deutschen Gesundheitswesen (Rechtsgutachten) (S. 99) von Prof. Dr. jur. Rüdiger Zuck, Stuttgart; 5. Leistungsstruktur alternativer Arztpraxen - eine gesundheitspolitische Analyse: Pilotstudie (S. 119) von Priv.-Doz. Dr. Michael v. Hauff, Stuttgart, Priv.-Doz. Dr. Rainer Prätorius und Cornelia Hahn; 6. Universitäre Aktivitäten, beispielhaft: Ganzheitliche Diagnostik- und Therapieverfahren in der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg (S. 147) von Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard, Heidelberg. Teil 2: Zu den Grundlagen der Naturheilverfahren - 1. Zu den Grundlagen der Naturheilverfahren (S. 155) von Dr. med. Johannes John, Baden-Baden; 2. Biologische Arzneimittel - Gesetzliche Möglichkeiten und Umsetzungsdefizite (S. 161) von der Arbeitsgemeinschaft für Biologische Arzneimittel (ABA), Garbsen; 3. Naturheilverfahren im Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren (S. 169) vom Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren e.V. (ZÄN), Freudenstadt; 4. Eine Erklärung zur Arzneimittelverwendung im Bereich der Naturheilverfahren (S. 187) von Prof. Dr. med. Dipl-Chem. Lucius Maiwald, Würzburg; 5. Die Heilpraktiker in Europa (S. 195) von Karl F. Liebau, Bad Kissingen. Teil 3: Besondere Therapierichtungen - (Die an dieser Stelle nicht aufgeführten Therapieverfahren finden sich in Band V.) 1. Anthroposophische Medizin (S. 215) von Dr. med. Michaela Glöckler, Dornach, Schweiz, Dr. med. Jürgen Schürholz, Filderstadt, Dr. med. Markus Treichler, Filderstadt; 1.1 Therapie mit Bothmer-Gymnastik (S. 337) von Christiane von Blücher-Osterhues, Stuttgart; 2. Homöopathie 2.1 Klassische Homöopathie (S. 343) von Dr. med. Gotthard Behnisch, Detmold, Stefan Büttner, MA, Hannover, Dr. med. Anton Drähne, Bonn, Gerald Niedeggen, Detmold, Dr. med. Stefan Preis, Detmold, Lidija Rukavina, Detmold, Dr. med. Udo H. Schamell, München, Gisela Steinhoff, Detmold, Friederike Stratmann, Detmold, Dr. med. Max Tiedemann, Celle, Dr. med. Manfred Freiherr von Ungern-Sternberg, Detmold, Dr. med. Vidyadhar Vaidya, Detmold; 2.2 Komplexmittelhomöopathie (S. 495) von Adolf Ersfeld, Köln und Dr. rer. nat. Gottfried Hahn, Köln; 2.3 Kausale REGENA-Ganzheits-Zell-Regenerations-Therapie nach C.G. Stahlkopf (S. 523) von Dr. med. Heinrich Nehus, Kreuzlingen und Univ. Prof. Prim. Dr. med. Helmuth Denck, Wien; 2.4 Antihomotoxische Therapie (S. 547) von Dr. med. Johannes John, Baden-Baden; 2.5 Isopathie, Nosoden -2.5.1 Isopathie - Die Grundlage der causalen Diagnose und Therapie (S. 591) von Dipl.- Ing. Friedrich Ochsenreither, Karlsruhe, 2.5.2 Nosodentherapie (S. 603) von Dr. med. Schimmel, 2.6 Kritisch-wissenschaftliche Homöopathie: Besonderheiten und Ausgewählte Ergebnisse der Forschung in der Homöopathie (S. 613) von Dr. med. Marco Righetti, Zürich, Schweiz. 3. Phytotherapie - 3.1 Zur Therapie mit 'Phytotherapeutischen Kombinationspräparaten' (S. 623) von Dr. med. Hans-Jürgen Scheune, Badenweiler, 3.2 Phytotherapie (S. 663) von Prof. Dr. med. Dipl.-Chem. Lucius Maiwald, Würzburg, 4.Kombinations- und Komplexpräparate (S. 685) von Prof. Dr. med. Dipl.-Chem. Lucius Maiwald, Würzburg, 4.1 Spagyrik (S. 727) von Prof. Dr. med. Dipl.-Chem. Lucius Maiwald, Würzburg, 5. Enzymtherapie (S. 731) von Dr. med. Rudolf Inderst, Geretsried. Teil 4: Kneipp-Therapie (S. 761) von Dr. med. W. Brüggemann, Bad Wörishofen, Prof. Dr. med. W. Müller-Limmroth, München und Dr. med. Dr. rer. Nat. B. Uehleke, Bad Wörishofen. Autorenverzeichnis (S. 835).  -  Zu Gast im Studio am 15. Juni 2012   -  Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach  -  vom Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften:  -  Gesundheit aus dem Blickwinkel der Kulturwissenschaften; Kultur der Medizin und Medizin der Kulturen; Gesundheit und Krankheit im historischen und globalen Kontext u.v.m.  -  http://dl.astrologiedhs.de/vonabisw/imstudio/walach.mp3

 

 

 

 


************************************************************

Von Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen, Gersfeld

http://www.schloss-klinik.de/Dauerbrause.pdf

 

„Eintönig läuft das Wasser. Es plätschert, es rauscht, es prickelt auf der Haut. Wenigstens ist es warm, man braucht keine Angst vor Kälte zu haben. Man überlegt: was soll das Ganze eigentlich? Man liegt hier schon eine halbe Stunde, das Wasser rieselt von oben, es ist warm, recht angenehm, aber irgendwo etwas langweilig. Plötzlich fängt der Nachbar in der Nebenkabine zu singen an. Der muss sich aber wohl fühlen. Der hört auch gar nicht mehr auf. So etwas habe ich ja noch nie erlebt, dass in einer Behandlung gesungen wurde. Vielleicht macht warmes Wasser gute Laune. Oder liegt es an der Dusche? Denn das finde ich jeden Morgen sehr angenehm. Nur meine Dusche ist nach zwei Minuten beendet.Hier liege ich aber schon über eine halbe Stunde.Irgendwie ist das alles sehr seltsam.

Genauso oder ähnlich sind viele Erlebnisse der Patienten, die zum ersten Mal eine Dauerbrause absolvieren. Eine Stunde kann so lang werden und so langweilig sein, wenn man nichts zu tun hat und nur unter einer warmen Brause liegt. Man denkt eventuell an die verlorene Zeit, die vielleicht viel besser hätte genutzt werden können, mit einem Rosmarin-Vollbad zum Beispiel, einer Rückenmassage oder einer Gymnastik. Man ist froh, wenn die erste Stunde vorbei ist und will dann die nächste Stunde nach der Brause richtig nutzen. Doch dazu kommt es erst gar nicht. Man ist plötzlich so müde, dass man am liebsten einschlafen möchte. Sollte das etwa doch die Wirkung der Dauerbrause sein?

Dass man so müde wird nur von einem bisschen Duschen? Ich kann es eigentlich nicht glauben. Man fragt etwas unsicher die anderen Patienten mit einschlägiger Erfahrung und erhält von ihnen die Bestätigung, dass es vielen am Anfang genauso gegangen sei. Anfangs überwog die Skepsis, ob eine solch einfache Behandlung überhaupt wirksam sein könne. Dann spürte man die Müdigkeit und hatte am nächsten Tag das Gefühl, man könne diese Dauerbrause doch noch einmal wiederholen. Nach der dritten Behandlung merken bereits viele, dass sich irgendetwas Unbestimmtes in ihrem Körper tut. Man kann es nicht definieren. Es ist aber auf jeden Fall nichts Unangenehmes.

Von diesem Zeitpunkt an fangen viele unserer Patienten an, sich auf die Dauerbrause zu freuen, obwohl dort außer dem bisschen Rieseln nichts anderes passiert. Manche fürchten aber auch die Müdigkeit nach der Behandlung und glauben, dass sie sich in einer solchen Kur gar nicht richtig erholen könnten. Sie fürchten, dass ihre Zeit bei uns zu kurz ist, um richtig wieder zu Kräften zu kommen. Ihr Einwand ist durchaus berechtigt. Denn oft wird man von einer Dauerbrause-Behandlung richtig müde. Man fühlt sich eventuell „richtig kaputt“ und wundert sich, dass das bisschen Wasser solch eine Wirkung haben kann. Trotzdem macht man weiter. Denn inzwischen hat man sich informiert, mit anderen gesprochen und gehört, dass diese ermüdende Wirkung vor allem am Anfang vorkommt. Nach einiger Zeit fühlt man sich mehr und mehr entspannt, man fühlt sich wohl unter der Dusche. Manchmal schläft man ein, manchmal wird die gute Laune so groß, dass man zu singen anfängt. Die Zufriedenheit wächst. Man merkt auch, dass der Körper irgendwie anders reagiert. Man kann z.B. die Treppe besser steigen. Oder der Spaziergang fällt leichter. Und manch einer traut sich an Wanderungen von 10 bis 20 Kilometern, die er 14 Tage vorher für völlig absurd gehalten hätte.

Die Beurteilung der Dauerbrause-Wirkung ist anfänglich durchaus unterschiedlich. Aber spätestens nach der 10. Behandlung merkt jeder, dass sich etwas Entscheidendes im Körper getan hat. Man ist frischer, leistungsfähiger, besser gelaunt und unternehmungsfreudiger. Alle diese Dinge sind kaum messbar, aber deutlich spürbar. Es ist eine positive Veränderung eingetreten, die nicht so ohne weiteres zu erwarten war. Und nach einer ausreichenden Behandlungszeit merkt man auch, dass diese unverhoffte Wirkung anhält, häufig genug weit länger als ein Jahr. Wir haben gelegentlich Patienten, die nach 10 Jahren wiederkommen, weil sie gemerkt haben, dass sie eine Auffrischbehandlung benötigen. Solange hatte die Wirkung der ersten Kur angehalten.

Was ist nun das Geheimnis der Dauerbrause, wer hat die Methode entwickelt, warum wird sie so wenig eingesetzt und warum ist sie so wenig bekannt? Denn Ärzte haben kaum davon gehört und halten deswegen eine positive Wirkung für weitgehend ausgeschlossen. Sie meinen, dass sehr viele Menschen täglich duschen, aber noch nie eine Wirkung festgestellt haben, wie sie bei der Dauerbrause vorliegen soll. Diese Ansicht ist durchaus richtig, steht jedoch nicht im Gegensatz zu der gegenteiligen Ansicht, dass die Dauerbrause eine sehr wirkungsvolle Hydrotherapie ist. Es kommt dabei allerdings auf die Berücksichtigung wichtiger Details an.

Die Dauerbrause als medizinische Methode wurde entwickelt von einem jungen Amerikaner namens Parasco, der mit Hilfe einer mehrstündigen Brause seinen Leistenbruch selbst ausheilen konnte. Dieser Mann überprüfte seine Erfahrung bei Verwandten und Bekannten. Auch diese stellten ungewöhnliche Verbesserungen ihres Befindens nur durch mehrstündiges ununterbrochenes Duschen fest. Nachdem Parasco sich sicher war, eine bedeutende Entdeckung gemacht zu haben, teilte er diese einem in New York lebenden deutschen Arzt, Dr. Lust, einem Schüler unseres „Wasserpfarrers“ Sebastian Kneipp mit. Dieser wurde nach anfänglicher Skepsis ein begeisterter Anhänger der neuen Hydrotherapie, die in ihrer Wirkung alle bisher angewandten Methoden deutlich übertraf.

In Deutschland wurde dieses Verfahren erst durch die Familie Dorschner bekannt, die 1953 in Dallau im Odenwald wieder mit der Dauerbrause arbeitete, nachdem sie bereits vor dem 2. Weltkrieg im Sudetenland damit hervorragende Ergebnisse erreicht hatten.

Ich lernte die Dauerbrause erst 1978 bei einem Besuch in dem Sanatorium Dr. Dorschner kennen und war davon so beeindruckt, dass ich spontan beschloss, sie sofort dann einzusetzen, wenn ich eine stationäre Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung hätte. Mit der Eröffnung unserer Klinik im März 1981 war es dann soweit. Seitdem bin ich ein begeisterter Anhänger dieser Methode.

Das Geheimnis der Behandlungserfolge mit der Dauerbrause liegt sicherlich darin, dass in einer Kombination von warmem leicht massierenden Wasser, einer dabei mit negativen Ionen angefüllten Luft, einem Wechsel von sanfter Überwärmung und leichter Abkühlung eine Vielzahl von positiven Reizen auf Haut und Nervensystem gesetzt werden. Die Massagewirkung ähnelt einer Lymphdrainage, allerdings täglich eine Stunde lang (wer würde eine Lymphdrainage von dieser Länge täglich durchführen und was würde das kosten?).

Überwärmung und Abkühlung in überaus sanfter Form sind ein intensives Kreislauftraining, allerdings viel schonender als z.B. in der Sauna (die ja auch sehr wertvoll ist). Über die Haut wird durch das lange Brausebad eine tiefgreifende Reinigung ausgelöst, die anscheinend auch die inneren Organe betrifft. Die Ionisation der Luft wirkt sich wie die Luft nach einem Gewitter sehr positiv auf die vielen vegetativen Nervenbahnen der Haut, aber wohl auch der inneren Organe aus.

So gibt es also eine Vielzahl positiver Wirkungen innerhalb einer kurzen Therapiezeit, die mit keiner anderen hydrotherapeutischen Methode erreicht werden kann. Dazu ist die Dauerbrause sehr angenehm, von fast jedem Patienten in jedem Alter durchführbar und führt bei konsequenter Anwendung im Allgemeinen auch zu dem erwünschten Therapieerfolg. Sie wirkt hauptsächlich ent- schlackend, reinigt damit anscheinend das Bindegewebe und ermöglicht auf diese Weise den inneren Organen Erholung und Verbesserung ihrer Funktion. Denn über das Bindegewebe wird der gesamte Körper ernährt. Blut und Lymphe sind für den Transport der Nährstoffe und den Abtransport des Abfalls zuständig. Das Bindegewebe aber ist der Schlüssel für Gesundheit und Krankheit. Eine wirksame naturheilkundliche Methode muss das Bindegewebe in die Therapie einbeziehen. Erst dann ist sie nachhaltig wirksam. Eine solche Methode ist anscheinend die Dauerbrause auf überragende Weise. So lassen sich am ehesten die damit erreichten Erfolge erklären.

Warum hat sie sich dann nicht durchgesetzt und warum ist sie den Ärzten nicht bekannt?

Eine einstündige Anwendung verbraucht ca. 750 Liter warmes Wasser. Da nur selten Thermalquellen vorliegen, ist diese Therapie aufgrund der Heiz- und Wasserkosten relativ teuer. Dazu kommen Raum-, Einrichtungs- und Personalkosten. Wir haben mit der Einrichtung einer teuren Wiederaufbereitungsanlage (Recycling) diese Kosten drastisch senken können. Allerdings ist sicherlich nicht jedes Haus in der Lage, eine derartige Anlage zu finanzieren, obwohl sie sich im Allgemeinen bald amortisiert.

Für die Dauerbrause wurde fast nie Reklame gemacht. Ihre Ergebnisse sind zwar spektakulär, aber sie sind schwierig mit wissenschaftlichen Zahlen zu untermauern. So sind es im wesentlichen Erfahrungsberichte, auf die wir Ärzte uns bisher stützen können. Für Studien fehlt uns das Geld und außerdem behandeln wir die Patienten auch mit anderen Methoden, damit sie möglichst bald gesünder werden und ihre Kur ein Erfolg wird. Für Studien wird aber eine weitgehend standardisierte Therapie gefordert, die nicht besonders auf die individuellen Besonderheiten eingeht. Unsere Therapie ist aber auf den einzelnen Patienten ausgerichtet. Denn ihm muss in möglichst kurzer Zeit optimal geholfen werden.

Studien könnten Universitätskliniken durchführen. Denn sie hätten das Geld, die Zeit und auch die Pflicht, ernsthaft naturheilkundliche Methoden zu prüfen. Aber dort gibt es kein Interesse und auch keine Sponsoren aus der Wirtschaft für solche kostensparenden Ideen. So fristen viele interessante Verfahren ein Mauerblümchendasein, u.a. auch die Dauerbrause.

Die Kosten sind sehr niedrig. In Bezug auf Wirksamkeit und Preis ist diese Therapie bisher unschlagbar. Viele unserer Patienten kommen wieder, weil sie „süchtig“ nach der Dauerbrause sind."

 

******************************************************************************************************

Die Dauerbrause nach LUST

Dieses Verfahren stellt eine Sonderform der Hyperthermiebehandlung dar. Seine komplexen Nebenwirkungen machen es sowohl für die Therapie Krebskranker als auch für deren Vor- und Nachsorge hervorragend geeignet. Erfahrungsgemäß werden außerdem viele andere chronische und therapieresistente Leiden, besonders des rheumatisch-arthritischen Formenkreises, aber auch der inneren Organe, damit erfolgreich behandelt. Wer die Wirkung der Dauerbrause an sich erlebt hat, wird der Begeisterung ihres Initiators beipflichten, wenn er schreibt: „Es gibt nichts, was in irgendeiner Weise mit dieser Art Behandlung verglichen werden kann“.

1918 erfuhr der in New York praktizierende Naturheilarzt und Kneippschüler Dr.LUST von einem erstaunlichen Heilungsvorgang. Ein junger Mann hatte beobachtet, daß sein Leistenbruch nach mehrstündiger intensiver warmer Brausebehandlung völlig verschwunden war. Über seine eigenen, durchweg positiven Erfahrungen schrieb LUST später das Buch „The Fountain of Youth or The biolgical Bloodwash“, das in deutscher Übersetzung durch SOMMER vorliegt. Der Untertitel „Bad der Blutwäsche“ ist gut gewählt, jedoch insofern irreführend, als in der biologischen Medizin unter „Blutwäsche“ heute die auf WEHRLI zurückzuführende Blut-Sauerstoffbehandlung verstanden wird.

LUST und seine Nachfolger beschreiben Anwendungen der Dauerbrause von 1 - 8 Stunden Dauer und individuell zusagender Temperatur. Es gibt kaum eine Hydrotherapie, die sich dem Empfinden und der Konstitution des Patienten so einfach und angenehm anpassen läßt, so genau dosierbar und vielseitig anwendbar ist wie die Dauerbrause. Man liegt dabei auf einer mit Schaumgummi oder Luftmatratze gepolsterten Bank, während aus einem an einer Schiene verschiebbaren Brausekopf aus mindestens 1,20 - 1,40 cm Höhe das Wasser eine Fläche des Körpers von 30 - 40 cm berieselt. Die Wassertemperatur liegt je nach Konstitution und Wärmeempfindlichkeit des Patienten zwischen 40 und 45˚, dicht unter dem Brausekppf gemessen. Auf der Körperoberfläche ist je nach Fallhöhe mit 1 - 2 ˚ weniger zu rechnen. Die Verschiebung des Brausekopfes nimmt der Patient mittels eines Schnur- oder Kettenzuges selbst vor, ebenso die Regulation der Wassertemperatur. Man beginnt im allgemeinen mit einer Stunde Dauer und mäßiger Wärme und kann dann beides je nach Verträglichkeit und Reaktion steigern. Partieweise verbleibt man mit der Brause mindestens 10 - 15 Minuten, an kranken Stellen entsprechend länger. In Rückenlage wird mit der Brause begonnen, nach ausreichender Berieselung folgt das Gleiche in Bauchlage. Auch die Herzgegend und der Kopf können unbedenklich mit einbezogen werden. Die stundenlange Dauerbrause wird selbst von Personen vertragen, die aus Gründen ihres Alters oder labilen Kreislaufes keine Vollbäder nehmen können. Selbstverständlich muß über eine Glocke jederzeit eine Hilfsperson erreichbar sein. Erfahrungsgemäß und in Anbetracht der Selbstbedienung des Badenden kommen Zwischenfälle jedoch praktisch nie vor. Insofern ist das Dauerbrauseverfahren auch wenig personal- und arbeitsaufwendig. Allerdings ist der Warmwasserverbrauch erheblich, doch kann dieser durch eine Wärmepumpe in Grenzen gehalten werden. Der Brauseraum muß gut temperiert, aber trotzdem ausreichend belüftet sein. Eine gewisse Waschküchenatmosphäre infolge der warmen Brause ist dennoch unvermeidbar, aber auch nicht unerwünscht.

Die therapeutische Wirkung der Dauerbrause ist eine vierfache:

Eine durch kaum ein anderes Naturheilverfahren erzielbare psychische und physische Auflockerung und Entspannung. Die Ruhe, das Alleinsein, das von keinem Kleidungsstück behinderte Recken und Strecken auf weicher Unterlage und in feuchtwarmer Atmosphäre führt bei jedem Menschen zu einem Zustand der Sammlung und Verinnerlichung. Das gleichmäßige Rauschen der Brause wirkt einschläfernd, und tatsächlich kommt es bei mehrstündiger Einwirkung derselben nicht selten zu echtem Schlaf. All dies sind günstige Voraussetzungen zur Aufgeschlossenheit für autosuggestive Gedanken und Vorstellungen der Heilung und Gesundheit. Wer sich mit Yogapraktik oder Autogenem Training beschäftigt, findet unter der Dauerbrause besonders gute Bedingungen für solche geistigen Übungen.

Die als zarte Vibrationsmassage wirkende Berieselung mit warmem Wasser bewirkt eine tiefe Auflockerung sämtlicher Gewebsschichten, eine damit verbundene verbesserte Durchblutung und Abschwemmung alter Ablagerungen sowie eine intensive Lymphdrainage, wie sie bei allen Geschwulstleiden prä- und postoperativ erwünscht ist und schicksalentscheidend sein kann.

Es kommt nicht nur zur Durchwärmung der bebrausten Körperregion, sondern nach mehrfachem Wechsel der Stellen zu einer allgemeinen Hyperthermie mäßigen Grades. Je nach der Wärme des Brausestrahls und der Brausedauer kann die Körpertemperatur um 1 ½ - 2 ˚ rektal ansteigen. Durch eine sofort an das Bad angeschlossene lockere Ganzpackung, in der es meist zu einem kräftigen Schweißausbruch kommt, läßt sich die subfebrile Reaktion - falls erwünscht - auf 1 - 2 Stunden verlängern. Andernfalls kann man schon etwas früher die Prozedur mit einer lauwarmen Abwaschung oder kalten Brause beschließen.

Diese physikalisch-therapeutischen Wirkungen der Dauerbrause sind schließlich noch verbunden mit dem sog. Sprüh- oder Wasserfall-Effekt. Dieser besteht darin, daß jede grobe oder feine Dispersion des Wassers mit einer elektrostatischen Veränderung der davon betroffenen Luft einhergeht. Dabei kommt es zu einer intensiven negativen Ionisation, die zu einem Ausgleich der in Erdnähe vorherrschenden positiven Luftionisation führt. Jeder kennt die gespannte, nervös- und krank machende Atmosphäre beim Ausbleiben dieses Aus-gleiches, etwa vor Gewittern, bei Föhn etc. Ebenso bekannt ist aber auch die wohltuende Wirkung eines Gewitters oder eines erlösenden Regens in solchen Fällen. Ähnliche, auch therapeutisch nutzbare Effekte beobachtet man beim Tau, bei Nebel und Dampf (Römisch-Irisches Bad), bei Gradierwerken und Wasserfällen (Bad Gastein). Selbst der sprudelnden Quelle kommt eine solche elektromagnetische Wirkung in höherem Maße zu als ruhig fließendem oder gar stehendem Gewässer. Jedenfalls trägt dieser vom Patienten stundenlang eingeatmete Effekt der Lufionisation einen nicht geringen Teil zur wohltuenden Wirkung der Dauerbrause bei.

Im Vergleich zu den beschriebenen, eigentlichen Überwärmungsbädern bietet die Dauerbrause eine ganze Reihe von Vorteilen: Sie ist technisch einfach, belastet den Organismus nicht, kann jeder Konstitution und Empfindlichkeit angepaßt werden, ist von komplexer therapeutischer Wirkung. Der Umstand, daß hierbei eine nur mäßige Hyperthermie erzielbar ist, wird durch die Möglichkeit der kurzfristigen, evtl. täglichen Wiederholbarkeit und durch die erwünschten Nebenwirkungen ausgeglichen.

Bedauerlich ist, daß es noch viel zu wenig Kliniken, Sanatorien und Kurheime gibt, die über Einrichtungen zur Dauerbrause-Behandlung verfügen, wenn man an die Millionen-Investierungen für medizinische Technologie denkt, die den Kranken von der Natur-Heilung immer weiter wegführt. Es wäre nicht nur therapeutisch, sondern auch wirtschaftlich im Sinne der Kostendämpfung durchaus empfehlenswert, entsprechende Anlagen in einer möglichst großen Zahl krebstherapeutisch oder nachsorgend tätiger Häuser einzurichten.

 

Die Dauerbrause

modernste Hydrotherapie (nach Dr. med. Friedrich Dorschner, Dallau)

Im Jahre 1918 litt ein junger, in Amerika lebender Grieche an einem Leistenbruch und hatte nach sportlicher Betätigung Schmerzen. Dabei fiel ihm auf, daß ihm die warme Dusche wohl tat. Es wurde ihm die Benutzung der Brause für den folgenden Tag erlaubt. Er nahm, am Boden liegend, ein Dauerbrausebad, weil es so am bequemsten war. Nach achtstündigem Brausen stellte es sich erstaunlicherweise heraus, daß eine echte Bruchheilung eingetreten war. Das machte auf den jungen Mann einen tiefen Eindruck und er ging der Sache nach, bis es ihm als sicher erschien, daß in der Anwendung der Dauerbrause erstaunlich große Heilmöglichkeiten steckten.

Er trug diese Erfahrungen Dr. Benedikt Lust, einem New Yorker Naturheilarzt vor, der ein Schüler von Sebastian Kneipp war. Dieser probierte die Sache zusammen mit einigen Kollegen aus und konnte damit Erfolge auch bei Patienten erzielen, die seit Jahren erfolglos Spezialarzt nach Spezialarzt konsultiert hatten. Er schrieb dann ein Buch darüber, in welchem er die Behandlung mit einer ,,Blutwäsche" verglich. (Es ist auch in Deutsch von Walter Sommer herausgebracht worden.)

Wie wirkt die Dauerbrause:

Zunächst verschaflt sie dem Patienten, der entkleidet unter ihr liegt, ein Luftbad in einem warmen, gut gelüfteten Raum. Das ist zwar nur ein Nebenprodukt, doch sehr wünschenswert, denn nur wenige erleben richtige Luft- und Sonnenbäder. Sodann wird der Patient durch den Strahl warmen Wassers, der fast ohne Druck aus dem Brausekopf strömt, herrlich zart massiert. Bei dieser feinen, warmen Massage entstehen keinerlei Abwehrspannungen, wie sie Masseuren bei manuellen Massagen so oft zu schaffen machen. Die Zartheit des Brausens entspricht dem Zug der Zeit zu feinen Anwendungen, wie etwa die immer häufiger angewendete Lymphdrainage-Massage mit ihren guten Erfolgen. Man ist bei täglicher Arbeit mit der Dauerbrause auch immer wieder überrascht, wie vollständig oft erhebliche Mycgelosen (Muskelverhärtungen) damit in kurzer Zeit verschwinden.

Weiterhin bewirkt der Brausestrahl eine örtliche Überwärmung, die Blutgefäße werden weit und wo mehr Blut hinfließen kann, da steht mehr Frachtraum zur Verfügung für den Sauerstoff der herbeigeschaftt wird sowie für den Abtransport der Gewebeschlacken, die aus den Gefäßenden abgeführt werden müssen. Da ein Körperteil nach dem anderen bebraust wird, folgt auf die Erwärmung ein zarter Kaltreiz, der durch die Verdunstung der in der Nachbarschaft versprühten Wassertröpfchen hervorgerufen wird. Alle Blutgefäße des Körpers werden also nacheinander einmal weit und dann wieder eng gestellt. Das bewirkt ein Kreislauftraining wie zu Beispiel in der Sauna, nur viel weniger stark beanspruchend, da nicht der ganze Körper auf einmal der Überwärmung oder Abkühlung ausgesetzt wird. “

Aber auch die inneren Organe werden von der Dauerbrause über die Reflexzonen der Haut angeregt und stärker durchblutet, ebenfalls nacheinander. Wie gut ein heißer Wickel bei Leibscherzen tut, weiß jeder. In einer diesem Hausmittel ähnlichen Art und Weise wirkt die Dauerbrause auf die einzelnen inneren Organe nacheinander.

Eine der stärksten Wirkungen der Dauerbrause besteht darin, daß die Haut des Patienten gründlich gereinigt und in ihrer Funktion als Ausscheidungsorgan ebenso wie die anderen Ausscheidungsorgane zu vermehrter Tätigkeit angeregt wird. Haut, Darm und Lungen arbeiten während einer Brausekur ,,auf Hochtouren“. Man riecht und sieht es z.B. am dunkel gefarbten Urin. Auch die Ausdünstungen durch die Haut sind oft sehr stark, doch der Patient merkt es selbst nicht, weil er seine Dunstglocke mit sich herumträgt. Außenstehende bemerken sie dafür um so mehr.

Schließlich sind auch die elektrischen Wirkungen des Brausebades bemerkenswert. Pierce und Whitson haben in jüngster Zeit am Stanford-Forschungsinstitut in Kalifornien die Untersuchungsergebnisse bestätigt, die der Bonner Physikprofessor Lenard im Jahre 1892 veröffentlicht hat: Elektrische Phänomene an der Brause, wonach deren erfrischende, dem Nervensystem wohltuende Wirkung durch eine Änderung des Ionisationszustandes der Luft entsteht. Unter Ionisation der Luft versteht man eine Zusammenballung von Luftmolekülen zu entweder positiv oder negativ elektrisch geladenen Häufchen.

Die Wetterfühligkeit vieler Menschen hängt mit dem Phänomen der Luftionisation zusammen. Bei Föhn, bei Annäherung von Gewitterfronten und in geschlossenen Räumen steigt die positive Ionisation der Luft auf bis zu 2000 Ionen in einem Kubikzentimeter an und bewirkt Kopfschmerzen, Migräne, rheumatische Schmerzen und ähnliches, altbekannte Föhnbeschwerden. Die Dauerbrause fördert die negative Ionisation der Luft und wirkt dadurch auf das Nervensystem im Sinne einer Antiföhnwirkung.

Luftbad, zarte Massage, Kreislauftraining durch sukzessive örtliche Überwärmung auf die inneren Organe über die Reflexzonen der Haut, Anregung der Ausscheidung, (insbesondere durch die Haut), Antiföhnwirkung, alles das leistet die Dauerbrause und sie ist somit eine richtige Kombinationskur.

Gegenindikationen

Gegen die Dauerbrause gibt es praktisch keine, dank ihrer guten Verträglich- und Dosierbarkeit. Sehr geschwächte Patienten, z.B. solche mit länger anhaltendem hohen Fieber, gehören natürlich nicht unter die Brause, sondern ins Bett, ebenfalls Moribunde; aber das versteht sich für den Arzt von selbst.

Wie gut die Dauerbrause wirkt, muß man selbst erleben, denn man kann es kaum beschreiben, man möchte sie immer wieder erleben, besonders wenn man erfahren hat, daß sie einen medizinisch wesentlich weiter brachte als die anderen, vorher angewandten Behandlungen.

Die Dauerbrause fördert mehr oder weniger die Gesundheit eines jeden Menschen. Sie kann bei allen inneren Erkrankungen angewandt werden, z. B. bei Erkältungsneigung und anderen Infektionen, bei allergischen Prozessen, bei Stoffwechselstörungen, Gicht, Fettsucht, Diabetes, Gallen-, Leber-, Magen-, Darm-, und Nierenleiden. Besonders bei Rheuma aller Formen, Arthritis, Arthrosis deformans, Ischias und Bandscheibenschäden. Hervorragend wirkt sie auch bei Hautkrankheiten, arteriosklerotischen und anderen Durchblutungstörungen, bei hohem Blutdruck, insbesondere durch Verwendung magnetisierten Wassers vermittels rechtsgedrehter Fließführung, Angina pectoris und allen Herzleiden. Sogar bei Sehstörungen,  Schwindel, Migräne, Nasennebenhöhlenerkrankungen und ähnlichen schwer zu beeinflussenden Krankheiten, bringt sie gute Erfolge. Insbesondere die vegetative Dystonie mit all ihren Erscheinungsformen, sonst ein Kreuz der Medizin, kann sehr gut beeinflußt werden, dann auch akute Erkrankungen, wie Gallensteine, akute Polyarthritis und ähnliches, obwohl darin noch wenig Erfahrung vorliegt.

Besonders befriedigend ist die Nachbehandlung mit der Dauerbrause, einerlei ob die Nachbehandlung Operationen oder Unfallfolgen sowie Sportverletzungen, etwa Knochenbrüche, frische Versteifungen, Blutergüsse, Schwellungen, Quetschungen, Verrenkungen oder Verstauchungen betrifft. Auch durch Überanstrengung hervorgerufene Schleimbeutel- und Sehnenscheidenentzündungen werden günstig beeinflußt. Viele Pflegetage in unseren überfüllten Krankenhäusern könnten durch eine intensive Nachbehandlung mit der Dauerbrause eingespart werden. Für jedes Krankenhaus wäre die richtig angewandte Dauerbrause eine unschätzbare Bereichenmg. Was der Kneipp'che Guß in der ambulanten Behandlung ist, das müßte in der stationären Behandlung die Dauerbrause werden. Alle Sportverletzungen werden durch die Dauerbrause-Behandlung in kürzester Zeit regeneriert und die Akteure sind wieder schneller einsatzfähig.

******************************************************************************

reform rundschau, April 2007, Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen

http://www.naturheilkunde-news.de/2007/05/21/dauerbrause-die-unbekannte-hydrotherapie/

Dauerbrause – die unbekannte Hydrotherapie

Viele Ärzte haben kaum von der Dauerbrause gehört und halten deswegen eine positive Wirkung für weitgehend ausgeschlossen. Sie meinen, dass sehr viele Menschen täglich duschen, aber noch nie eine Wirkung festgestellt haben, wie sie bei der Dauerbrause vorliegen soll. Diese Ansicht ist durchaus richtig, steht jedoch nicht im Gegensatz zu der gegenteiligen Ansicht, dass die Dauerbrause eine sehr wirkungsvolle Hydrotherapie ist.
Die Dauerbrause als medizinische Methode wurde entwickelt von einem jungen Amerikaner namens Parasco, der mithilfe einer mehrstündigen Brause seinen Leistenbruch selbst ausheilen konnte. Auch seine Verwandten und Bekannten stellten ungewöhnliche Verbesserungen ihres Befindens nur durch mehrstündiges ununterbrochenes Duschen fest. Parasco teilte seine Entdeckung einem in New York lebenden deutschen Arzt, Dr. Lust, einem Schüler unseres „Wasserpfarrers“ Sebastian Kneipp mit. Dieser wurde nach anfänglicher Skepsis ein begeisterter Anhänger der neuen Hydrotherapie, die in ihrer Wirkung alle bisher angewandten Methoden deutlich übertraf. In Deutschland wurde dieses Verfahren erst durch die Familie Dorschner bekannt, die 1953 in Dallau im Odenwald wieder mit der Dauerbrause arbeitete, nachdem sie bereits vor dem 2. Weltkrieg im Sudetenland damit hervorragende Ergebnisse erreicht hatte. Das Geheimnis der Behandlungserfolge mit der Dauerbrause liegt sicherlich darin, dass in einer Kombination von warmen, leicht massierendem Wasser, einer dabei mit negativen Ionen angefüllten Luft, einem Wechsel von sanfter Überwärmung und leichter Abkühlung eine Vielzahl von positiven Reizen auf Haut und Nervensystem gesetzt werden. Die Massagewirkung ähnelt einer Lymphdrainage, allerdings täglich eine Stunde lang. Überwärmung und Abkühlung in überaus sanfter Form sind ein intensives Kreislauftraining, allerdings viel schonender als z.B. in der Sauna (die ja auch sehr wertvoll ist). Über die Haut wird durch das lange Brausebad eine tiefgreifende Reinigung ausgelöst, die wahrscheinlich auch die inneren Organe betrifft. Darüber hinaus ist die Dauerbrause sehr angenehm, von fast jedem Patienten in jedem Alter durchführbar und führt bei konsequenter Anwendung im allgemeinen auch zu einem erwünschten Therapieerfolg. Sie wirkt hauptsächlich entschlackend, reinigt damit anscheinend das Bindegewebe und ermöglicht auf diese Weise den inneren Organen Erholung und Verbesserung ihrer Funktion. Denn über das Bindegewebe wird der gesamte Körper ernährt. Blut und Lymphe sind für den Transport der Nährstoffe und den Abtransport des Abfalls zuständig. Das Bindegewebe aber ist der Schlüssel für Gesundheit und Krankheit.
Wahrscheinlich konnte sich die Dauerbrause als bekannte Hydrotherapie wegen ihrer hohen Kosten nicht durchsetzen. Eine einstündige Anwendung verbraucht ca. 750 Liter warmes Wasser. Da nur selten Thermalquellen vorliegen, ist diese Therapie aufgrund der Heiz- und Wasserkosten relativ teuer. Dazu kommen Raum-, Einrichtungs- und Personalkosten.
Die Wirksamkeit der Dauerbrause ist auch schwierig mit wissenschaftlichen Zahlen zu untermauern. So sind es im wesentlichen Erfahrungsberichte, auf die sich Ärzte bisher stützen können. Für Studien fehlt Geld und außerdem werden Patienten auch mit anderen Methoden behandelt, damit sie möglichst bald gesünder werden und ihre Kur ein Erfolg wird. Für Studien wird aber eine weitgehend standardisierte Therapie gefordert, die nicht besonders auf die individuellen Besonderheiten eingeht. Studien könnten Universitätskliniken durchführen. Denn sie hätten das Geld, die Zeit und auch die Pflicht, ernsthaft naturheilkundliche Methoden zu prüfen. Aber dort gibt es kein Interesse und keine Sponsoren aus der Wirtschaft für solche kostensparenden Ideen. So fristen viele interessante Verfahren ein Mauerblümchendasein, unter anderem auch die Dauerbrause.

Quelle: reform rundschau, April 2007, Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen